Glaubensimpulse
Worte an die Gemeinde
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- Geschrieben von Pastor Alexander Zeeb
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Gott spricht: Suchet mich, so werdet ihr leben
Diese Worte richtet der Prophet Amos an das Volk Israel. Er spricht seine Einladung aus. Er lädt sie in Gottes Namen ein Gott zu suchen. Und er lädt sie zum Leben ein!
Ein Bekenntnis für das Leben
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- Geschrieben von Joost Reinke
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Dieser Schweigemarsch war ein Bekenntnis für das Leben!
Diejenigen Menschen, die jeden Tag unnötiger- und ungerechterweise viel zu früh ihr Leben verlieren, sollten von uns nicht vergessen werden.
An dieser einstündigen Demonstration nahmen knapp 50 Personen im Alter von 12 bis 86 Jahren aus verschiedenen Herner Freikirchen teil. Sie zogen am Samstagvormittag, den 13.1.2007, mit selbst erstellten Holzkreuzen und fünf Transparenten etwa eine Stunde lang durch die Herner Innenstadt.
Vier Transparente wiesen auf die momentan größten Lebenskiller hin:
- Täglich sterben ca. 5000 Menschen an Kriegsfolgen
- Jeden Tag sterben weltweit über 8000 Menschen an AIDS
- Weltweit verhungern täglich über 90.000 Menschen
- Jeden Tag sterben 125.000 Kinder durch Abtreibungen
Das fünfte Transparente gab ein Jesus-Wort aus dem Johannesevangelium wider: Jesus Christus spricht: „Ich will euch Leben in Fülle geben“.

Der Abschluss dieser Demonstration fand auf dem Robert-Brauner-Platz statt, wo sich alle Teilnehmer zu einem großen Kreis aufstellten und fünf Minuten lang still für die betroffenen Menschen sowie für unsere Stadt Herne beteten.
Beteiligte Gemeinden der Evangelischen Allianz Herne waren:
- Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, Manteuffelstraße 13
- Die Heilsarmee, Koppenbergshof 2
- Freikirchliche Pfingstgemeinde Elim, Mont-Cenis-Str. 82
- Stadtmission, Markuskirche, Sodinger Str. 142
Die Evangelische Allianz Herne ist Teil einer weltweiten Verbindung von evangelischen Christen aus Kirchen und Freikirchen.
Ihr Ziel ist die Verbundenheit im Glauben und das gemeinsame Gebet. Das bekannteste Element der Evangelischen Allianz ist die Gebetswoche, die seit über 150 Jahren immer in der zweiten Januarwoche stattfindet.
Thesen zum Thema christliche Erziehung
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- Geschrieben von Joost Reinke
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Thesen zum Thema christliche Erziehung
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Erziehung zur Dankbarkeit – in Epheser 5, 20 heißt es: „Saget Gott Dank allezeit für alles“. Dank gegenüber Gott und den Mitmenschen sehe ich als etwas sehr Wesentliches an. Kinder sollten zum Dankgebet ermuntert werden und Erwachsene sollten es ihnen vorleben.
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Erziehung zur Versöhnungsbereitschaft (die Bibel ist voll von Beispielen und Aufforderungen, sich zu versöhnen und einander zu vergeben) ist ein zentrales Lernfeld!
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In der Verlängerung dieser Linie liegt das Ziel einer Erziehung zum Frieden (Römer 12, 18: „Soviel an euch liegt, lebt mit allen Menschen in Frieden; unsere Gesinnung soll eine friedliche sein“).
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Darüber hinaus bietet eine christliche Erziehung Lebenssinn an. In der Bibel finden wir Antworten auf die Grundfragen des Lebens nach dem woher, dem wozu und dem wohin unseres Lebens. Der einzelne Mensch lernt im Hören auf Gottes Wort, sich als Gegenüber Gottes und als Solidarpartner seiner Mitmenschen zu begreifen.
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Christliche Erziehung wird bemüht sein, Kinder generell zu einem Leben in Verantwortung zu erziehen („Ehrfurcht vor Gott“). Auf diese Weise leistet christliche Erziehung einen wichtigen Beitrag zum Thema „Werte“ heute.
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Wer seine Bibel kennt, der kann Werte begründen und leben, der gewinnt auch die Fähigkeit, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Die Bibel hilft in ethischen Konfliktsituationen, z.B. bei den Fragen: Wann beginnt menschliches Leben? Wann endet es und wer darf es beenden? Wie gehen wir mit Schwächeren und Behinderten um? Wie mit Minderheiten in unserer Gesellschaft? In Bezug auf Ausländer stellt Gott z.B. schon im Alten Bund eindeutig klar: „Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und unterdrücken“ (2. Mose 22, 20).
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Christliche Erziehung wird auch immer wieder Grenzen setzen müssen, denn ein Leben ohne Grenzen tut keinem Menschen gut und endet im Chaos. Ein Kind, das permanent seine Grenzen überschreitet, ist nicht nur für sich selbst ein Problem. Hier gilt die alte Weisheit, dass gute Erziehung stets aus zwei Komponenten besteht: Man kombiniere viel Liebe mit einer guten Portion Strenge (Jesus Sirach 30,1: „Wer seinen Sohn lieb hat, der hält die Rute bereit“). Konsequenz und Liebe sind die Zutaten für eine christliche Erziehung.
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Beim Thema „christliche Erziehung“ könnten noch weitere Erziehungsziele genannt werden. So schließt die Achtung vor dem Leben die Achtung von Gottes Schöpfung mit ein; d.h. beispielsweise keine gedankenlose Verschwendung, Müll nicht einfach irgendwo entsorgen.
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Christliche Erziehung bedeutet aber auch: teilen lernen, freiwillig etwas von dem abgeben, was mir anvertraut wurde; bedeutet die Not anderer Menschen sehen lernen: „Jeder habe nicht nur seinen Vorteil im Auge, sondern auch den des anderen“ (Philipper 2, 4). Christliche Erziehung wird konstant gegen den menschlichen Grundzug des Egoismus anarbeiten.
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Christliche Erziehung wird bemüht sein, eine Kultur des Lobes und der Ermutigung zu entwickeln: In der Bibel werden wir des öfteren aufgefordert, einander Gutes zu sagen, einander zu loben, nicht mit Anerkennung zu geizen.
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Eine christliche Erziehung wird sich so weit wie möglich an Christus orientieren; konkret an dem, was Jesus lebte und lehrte und was wir davon in der Bibel aufgeschrieben finden. Erziehung generell soll und will auf das Leben vorbereiten – dein und mein Leben und das Leben unserer Kinder soll gelingen. Erziehung soll uns für das Leben fit machen. Christliche Erziehung im Speziellen wird im Blick behalten, dass wir ein Segen für diese Welt sein sollen, eine Wohltat für unsere Mitmenschen, dass wir eben nicht uns selber leben, sondern Gott.
- Natürlich ist und bleibt jede Erziehung mit Mängeln behaftet. Jeder Vater, jede Mutter macht Fehler in der Erziehung ihrer Kinder. Jeder von uns ist fehlerhaft, bleibt lebenslang ein Sünder und braucht immer wieder Vergebung. Diese Erkenntnis kann uns demütig machen. Deshalb hier folgende Fragen zur Selbstprüfung: Wie gehe ich mit meinen Schwächen und meinem Versagen um? Registriere ich das überhaupt? Und kann ich mir, und auch anderen, das eingestehen? Kann ich sagen: Es tut mir leid, ich habe mich nicht richtig verhalten?! Oder gehe ich über eigenes Versagen großzügig hinweg und tue so, als wenn nichts passiert wäre? Was lebe ich meinen Kindern vor? Wie gehe ich mit meinen Defiziten und Grenzen um?
Die kleine Kanzel
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Alle Jahre wieder wird gestöhnt über die Weihnachtshektik. Alle Jahre wieder hastet man, meist vergeblich, nach Besinnlichkeit. Und wenn wir uns dann wieder einmal abgehetzt und gestresst in den Heiligen Abend geflüchtet haben, und völlig geschafft in den Sessel fallen, was dann? Ist dann etwa Weihnachten kaputt? Gehört die besinnliche Ruhe, jene vorweihnachtliche Stimmung à la „sinnend geh ich durch die Gassen, still erleuchtet jedes Haus…“, denn wirklich zum Weihnachtsfest?
Wie war das denn damals, als Jesus auf die Welt kam? Da war nicht viel von romantischer Besinnlichkeit, kein „Leise rieselt der Schnee…“Im Gegenteil, Hass lag in der Luft, Militärkontrollen überall, hektische und unruhige Zeiten waren das. Jüdische Terroristen standen gegen römische Besatzungstruppen. Die Straßen waren unsicher, besonders nach Einbruch der Dunkelheit. Und Maria und Josef irgendwo dazwischen; sie fanden keinen Raum in Bethlehem, mussten in einem ungemütlichen, ganz und gar nicht besinnlichen Loch hausen – Hartz 4 und eine Zentralheizung wären ihnen eine Wohltat gewesen.
Jesus wurde in eine arme und kaputte Welt hineingeboren, in ärmliche Verhältnisse. Da war nichts von Romantik und Tannenduft, kein friedlich verschneites Bergdorf. Auch der schmachtende Traum des Schriftstellers Werner Bergengruen blieb unerfüllt: „Kindchen, ach, wärst du doch im Kaschubenland geboren. Wir hätten aber…“
Nein, Gott lässt seinen einzigartigen Sohn sehr einfach und sehr schlicht zur Welt kommen, für manch ein Gemüt vielleicht ein wenig zu primitiv, dafür mitten hinein in unsere Nöte und Sorgen, mitten hinein in unsere Unruhe und Hektik. So war das also gemeint mit der Geburt des Gottessohnes. Er sollte hineinkommen in menschliche Probleme und Schuld. Das war von Anfang an seine Sendung, seine große Mission.
Und da sollten wir etwa anfangen,
krampfhaft auf Besinnlichkeit zu machen? Heile Welt und gute Stimmung erzeugen?
Weihnachtslieder dudeln bis zum Abwinken? Sinnleere in Glühwein ertränken? Nein,
das kann nicht sein. Schließlich kam Jesus nicht in diese Welt, damit Menschen ihre
Probleme verniedlichen und schön reden? Das passt nicht zu
Jesus und das passt auch nicht zu Weihnachten. Die geweihte Nacht, das ist die
Zeit der Wahrheit; der Augenblick ehrlicher Analyse.
Unsere wahren Probleme, und die unserer Mitmenschen, sind doch nicht die hektischen Vorweihnachtstage. Unser Problem sind wir selbst. Wir tragen unsere Sorgen und Bitterkeiten mit uns herum. Gerade die will Jesus uns abnehmen, will uns nahe kommen, damit es in unserem Leben weihnachtlich hell werde. Dann haben wir auch guten Grund uns zu freuen und zu feiern – ob besinnlich oder gestresst, das ist dann egal.
Joost ReinkeAufbruch aus der Schrebergarten-Idylle
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- Geschrieben von Timo Ströhlein
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Gerhard Ullner, Hertener Pastor im Ruhestand (auf dem Foto mit Frau Adelheid), diente uns während unserer hirtenlosen Zeit oft mit dem Wort Gottes. Aus seiner letzten Predigt vor dem Antritt Joost Reinkes zitieren wir einige denkwürdige Passagen.
6.03.2005 / Thema: Mut zum Aufbruch
Text: Hebräer 11,8-10


