| Die Gemeinde als ein Ort der Zuflucht |
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| Geschrieben von: Timo Ströhlein | |||||||||||||||||
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Joost Reinkes Antrittsrede in Passagen
Ich habe ein wenig gemischte Gefühle wenn ich an den heutigen
offiziellen Startschuss in Herne denke; fühle mich wie ein
Schlittenhund, den man für einige Tage aus seinem Geschirr ausgespannt
hatte und der einfach so ein wenig herumlaufen konnte, fressen,
schlafen und seine Hütte einrichten; und nun soll ihm wieder sein
Hundegeschirr (biblisch „Joch“) angelegt werden. So in etwa fühle ich mich... Neben einer Portion Unsicherheit verspüre ich aber auch Zuversicht und Freude. Freude hier angekommen zu sein und euch demnächst kennenlernen zu können. Freude auf das Miteinander. Und am Anfang steht das Kennenlernen, stehen viele Besuche. Gleichzeitig frage ich mich aber auch: Wie wird es hier werden in Herne? Wo wird uns unser gemeinsamer Weg hinführen? Was wird auf uns zukommen in den vor uns liegenden Monaten und Jahren? Welchen Herausforderungen werden wir uns stellen müssen? Wie werden wir miteinander zurechtkommen? In mir klingen noch Worte von jenem Segnungsabend von vor drei Wochen nach - jenes Wochenende mit dem stand-up-team, wo man für sich beten lassen konnte: Jesus geht vor mir her und stellt sich schützend vor mich; die Fürbitte, auf Jesus zu schauen und nur sein Joch (Hundegeschirr) auf mich zu nehmen; nicht unterjocht zu werden... ferner die Bitte, mein Ohr nah am Herzen Gottes zu haben, um Gottes Herzschlag zu verspüren und diesen an die Gemeinde weitergeben zu können. Alles gute Wünsche, die ich mir auch von Herzen wünsche. Wenn ich mir noch etwas für diese unsere Gemeinde, für uns alle also, wünschen dürfte,dann wäre es das Folgende: Die Christuskirche, Manteuffelstraße als ein Raum der Gnade Gottes! Dazu möchte ich gerne meinen Beitrag leisten. Nicht zuletzt deshalb, weil ich selber immer wieder Gottes Gnade und Vergebung brauche und damit auch die Gnade und Vergebung meiner Mitmenschen. Es ist mein Wunsch, dass unsere Gemeinde in Herne als Ort der Gnade Gottes bekannt wird; als ein Ort der Zuflucht mitten in den Problemen unserer Tage, ein Ort, wo man gnädig miteinander umgeht - nicht easy locker Probleme überspielend, sondern offen und ehrlich, aber eben voller Erbarmen. Dass wir hier nicht nur ein schönes Gemeindehaus erschaffen, was uns momentan sehr beschäftigt und was ja auch ganz wichtig ist; dieser Ort soll mehr werden als ein schönes Haus - es soll immer mehr ein Ort der Gnade Gottes werden, ein Ort, wo man einfach sein kann; wo man e i n f a c h sein kann; ein Ort, wo man Mensch sein darf, nicht nur fromme Seele. Gemeinde als Ort, wo es gut ist zu sein, ein Ort, wo der Geist Gottes beheimatet ist, ein Ort, wo Menschen, abgekämpft und ausgelaugt vom Lebenskampf neu auftanken können. Gemeinde als eine Art Tankstelle! Unsere Gemeinde/dieses Haus: ein Ort, wo die unendliche Liebe und enschenfreundlichkeit Gottes zu Hause ist. Ein Ort, wo Menschen Heil und Heilung erfahren, Orientierung für ihr Leben erhalten und neue Hoffnung; ein Ort, wo Menschen dem lebendigen Gott begegnen können; ein Ort wo man miteinander und füreinander betet. Das meine ich, wenn ich von Gemeinde als Raum der Gnade Gottes rede. Meine Rolle bzw. Aufgabe sehe ich darin, Wachstum in diese Richtung zu ermöglichen; Wachstum im Glauben, Wachstum hin zur Liebe und Gnade Gottes - in aller menschlichen Unvollkommenheit. In diesem Sinne möchte ich das Bibelwort aus Josua 24,15 - das über diesem Tag steht - verstanden wissen: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.“
■ Joost Reinke, Herne am 13. März 2005
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 19. August 2006 um 15:24 Uhr |








